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9.-10.
Jh.: Entstehung und Entwicklung der Kyiwer Rus - Uralter Ukraine. Das mittelalterliche Reich vereinigt die Ostslawen von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer und von der Wolga bis zur Theiß.
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988: Taufe der Kyiwer Rus unter Großfürst Wolodymyr
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1036-1054: Blütezeit unter der Herrschaft vom Großfürst Jaroslaw dem Weisen
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1237-1240: Eroberung der Kyiwer Rus durch die Mongolen
12.-14. Jh.: Das Fürstentum Galizien-Wolhynien. Blütezeit im 13. Jh. unter Fürst Danylo. Mitte des 14. Jhs. wird das Fürstentum zwischen Polen und Litauen aufgeteilt
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Anfang des 16. Jhs.: Gründung der Saporisher Sitsch - einer sozial-politischen und militär-demokratischen Formation der ukrainischen Kosaken
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1569: Polnisch-litauische Realunion von Lublin: Fast die ganze Ukraine kommt an das Königreich Polen
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1596: Kirchenunion von Brest: Spaltung der orthodoxen Kirche in Polen-Litauen und Entstehung der unierten Kirche
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1648-1654: Befreiungskrieg unter Führung vom Hetman Bohdan Chmelnyzkyj. Am 8.01.1654 wird in Perejaslaw ein ukrainisch-russischer Vertrag abgeschlossen. Die Gebiete östlich von Dnipro-Fluß geraten nach und nach unter direktes Protektorat Rußlands
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1772: Erste Teilung Polens: Galizien fällt an Österreich
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1793: Zweite Teilung Polens: Die rechtsufrige Ukraine fällt an Rußland
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1917 - 1918:
Gründung der Zentralna Rada (parlamentarische Versammlung) in Kyjiw nach
der Februarrevolution, anschließend Verkündigung der Autonomie und später
der unabhängigen Ukrainischen Volksrepublik. Im November 1918 wird die
Westukrainische Volksrepublik gegründet
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1922:
(30.Dezember) Staatsvertrag, Ukraine gehört zur Sozialistischen Sowjetunion
(UDSSR)
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1932-1933:
"Die grosse Hungersnot in der Ukraine" mehr.
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26. Juni 1945:
Die Ukraine ist Gründungsmitglied der UNO
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1954 Auf
Beschluss des Obersten Sowjets der UDSSR wird die Halbinsel Krim der Ukraine
übergeben.
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1957 Die
"Ukrainische Aufstandsarmee", die im Krieg gegen die Deutschen,
aber auch gegen die nachrückende Sowjetarmee gekämpft hatte, stellt ihre
Aktivitäten ein.
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1972/1973
Repressive Maßnahmen gegen Dissidenten, "Säuberungen" in der KP
der Ukraine.
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1980 Bischöfe
der ukrainischen katholischen Kirche protestieren gegen den Zusammenschluß
von 1946. Es kommt zu Spannungen mit der orthodoxen Kirche.
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1986 (26.April)
Reaktorunglück von Tschernobyl 12 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche
der Ukraine bleiben verseucht.
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1988 Im November
findet ein erstes Treffen von Anhängern der "Volksbewegung der Ukraine
für die Umgestaltung" (Ruch) statt.
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1989 (17.-19.
Juli) Streiks in den Kohlerevieren von Donbass und Dnjepr bei denen
finanzielle und politische Forderungen erhoben werden. 8. - 10.September
Gründungskongreß von Ruch (Forderung nach wirtschaftlicher Autonomie,
ukrainisch als Staatssprache, nationalen Symbolen, Legalisierung der
unierten ukrainischen katholischen Kirche)
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Der
Österreicher Gerhard Bartosch aus Linz besucht zum ersten Mal die Ukraine.
Aus diesem Besuch sollen sich später zahlreiche Aktivitäten entwickeln.
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29. Oktober 1989:
Ukrainisch wird Staatssprache
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1990 (Juni)
Neugründung der ukrainischen autokephalen orthodoxen Kirche.
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16. Juli:
Souveränitätserklärung des Parlaments, die Republikrechte über
UDSSR-Rechte stellt. Es kommt jedoch NICHT zu einer Mehrheit für den
Austritt aus der Union.
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23.Juli: Leonid
Makarowitsch Krawtschuk (* 1934) wird Präsidiumsvorsitzender
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1991 20. Jänner:
Referendum auf der Krim. Die Mehrheit der abstimmenden Einwohner spricht
sich für den Status einer autonomen Republik unter Verbleib in der
Sowjetunion aus. (Zustimmung durch den Obersten Sowjet der Ukraine im
Februar)
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17. März 1991: 70,2%
der abstimmenden Ukrainer votieren bei einem Referendum für den Erhalt der
UDSSR.
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13. - 23. August
1991: Gerhard Bartosch organisiert und begleitet eine Wirtschaftsdelegation zu
einem Wirtschaftskongress in die Sowjetunion. Am. 19. August verließen die
meisten Delegationsmitglieder fluchtartig das Land. Nur Siegfried Klar,
Christoph Buchgeher und Organisator Gerhard Bartosch blieben auch in den
Krisentagen in der Ukraine / Kiev (Kiew). Am 20. August verbrachten die Drei
einen Tag in Lviv / Lemberg. mehr
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Am 24. August
1991, nach dem gescheiterten Putsch erklärte die Ukraine Ihre
Unabhängigkeiten, welche seit dieser Zeit Jährlich als Tag der
Unabhängigkeit gefeiert wird.
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4. September
1991: Die Autonome Republik der Krim erklärt sich "innerhalb der UDSSR"
für souverän (somit nicht Teil der Ukraine)
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1. Dezember
1991: Referendum über die Unabhängigkeit (90% Zustimmung) und
Präsidentschaftswahlen. Es siegt Leonid M. Krawtschuk. Beim gleichzeitig
abgehaltenen Referendum auf der Krim sprechen sich 54% der Abstimmenden für
die Unabhängigkeit aus.
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8. Dezember
1991: Krawtschuk sowie die Präsidenten Rußlands und Weißrußlands, Boris
N. Jelzin und Stanislau S. Schuchkewitsch, unterzeichen ein Abkommen über
die Gründung der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS).
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21. Dezember
1991: Die Ukraine wird Mitglied der GUS.
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30. Juni 1992:
Das ukrainische Parlament billigt ein Gesetz, das der Krim weitgehende
wirtschaftliche und kulturelle Autonomie einräumt. Die Zuständigkeiten
für Außen-, Verteidigungs- und Währungspolitik verbleiben bei der
Ukraine.
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12. Mai 1993:
Mit der Ratifizierung im ungarischen Parlament tritt der
ukrainisch-ungarische Grenz- und Minderheitenvertrag, den das Kiewer
Parlament bereits 1991 verabschiedet hat, in Kraft. Damit erhalten die
Ungarn in der Karpathen-Ukraine begrenzte Autonomie.
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8. Juli 1994:
Annahme des NATO-Programms "Partnerschaft für den Frieden"
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10.Juli 1994:
Der frühere Ministerpräsident Leonid Danilowitsch Kutschma (* 1938)
gewinnt die Stichwahl um das Amt des Staatspräsidenten.
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11. Oktober
1994: Kutschma stellt ein marktwirtschaftliches Programm vor, das sich an
monetaristischen Vorgaben von Weltbank und Internationalen Währungsfonds
(IMF) orientiert. Ziele sind: schnelle Privatisierung, Entwicklung des
Unternehmertums, Finanzreform, sowie Liberalisierung der Preise und
des Handels. In den Folgejahren gelingt eine Drosselung der Inflation (von
580% (1994) über 180% (1995) auf 40% (1996). Sozialpolitische
Zielsetzungen, insbesondere die Bekämpfung der Armut eines wachsenden
Bevölkerungsanteils, treten demgegenüber zurück.
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16. November
1994: Das Parlament ratifiziert den Beitritt der Ukraine zum
Atomwaffensperrvertrag unter dem Vorbehalt vertraglicher
Sicherheitsgarantien durch Russland, die USA und Großbritanien sowie gegen
die Zusage US-amerikanischer Finanzhilfe, die am 22. November beim Besuch
Kutschmas in Washington erfolgte.
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17. März 1995:
Aufhebung der Autonomie für die Krim (Abschaffung des Präsidentenamtes,
Aufhebung der Verfassung, direkte Kontrolle durch die ukrainische
Regierung); teilweise Wiederherstellung der Autonomie am 22. August. (Recht
zur Ernennung/Abberufung des Regierungschefs, allerdings in Absprache mit
dem ukrainischen Präsidenten).
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9. November
1995: Aufnahme der Ukraine in den Europarat.
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28. Juni 1996: Das Parlament verabschiedet die neue Verfassung der Ukraine
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2.-16. September
1996: Währungsreform. Der Hrywna
( Griwna, Hryvna) (UAH) löst die Übergangswährung
Karbowanez ab.
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16. Mai 1997:
Kutschma und der Vizepräsident der USA, Albert Gore, unterzeichnen eine
Vereinbarung, wonach alle auf ukrainischem Territorium befindlichen
Atomraketen vom Typ SS-24 vernichtet werden.
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28. Mai 1997:
Mehrere Abkommen mit Rußland u.a. über die Aufteilung der ehemals
sowjetischen Schwarzmeer-Flotte.
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31. Mai 1997:
Der ukrainische Präsident Kutschma und der russische Präsident Jelzin
unterzeichnen in Kiew einen Grundlagenvertrag, der die territoriale
Integrität beider Länder und damit die Zugehörigkeit der Krim sowie
Sewastopols zur Ukraine bestätigt. Berücksichtigung findet ferner der
Schutz der jeweiligen Minderheiten.
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November 1999:
Leonid Kutschma gewinnt bei der dritten Präsidentenwahl zum zweiten Mal die
Präsidentenwahl nach 1994.
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