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November 2004:
Eine Nachlese von:
Gerhard Bartosch, Initiator www.ukraina.at
Es ist tatsächlich vollbracht und viele haben es auch schon vorher
gewusst es wird einen zweiten Wahlgang am Sonntag den 21. November in der
Ukraine geben.
Die ukrainischen Staatsbürger sind demokratischer als man Ihnen
unterstellt hatte. Die Wahl in den 33.000 Wahllokalen welche am 31.
Oktober um 20 h endete lief ohne größere Probleme ab *) und auch die
herbeigeredeten Unruhen (bis auf einige friedlich endende Protestdemos) fanden (ZUM GLÜCK) auch nicht statt.
Die favorisierten Kandidaten Viktor Janukowytsch (40 %) und der
oppositionelle Viktor Juschtschenko (39 %) liegen nach dem ersten Wahlgang
fast gleichauf.
Es hat daher auch keinen Einfluss wer in einem der sog. exit polls von
div. Medien (Nachwahlbefragung) vorne oder hinten liegt, sondern wer nach
der Auszählung die meisten Stimmen erhält.
Der zweite Wahlgang scheint spannend zu werden da auch die auf Platz zwei
und drei liegendenden Kandidaten fast gleichauf liegen und diese Beiden
schon beschlossen haben für IHREN Kandidaten zu voten. Die weiteren 20
Kandidaten teilen sich rund 10 % der Stimmen. Auch das macht den zweiten
Wahlgang noch spannend.
Die Ukraine ist eine sehr junge Demokratie (seit 24. August 91
unabhängig) daß aber gerade Amerika diese Wahlen in der Ukraine kritisiert hat ist
schon als skurril zu bezeichnen. Die Ukraine hat OSCE (OSZE) Beobachter
zugelassen und wenn man sich die amerikanischen Wahlen 2000 ansieht ...
aber das ist eine andere Geschichte. ;-)
Der Denkansatz vieler Kritiker die Ukraine wird sich nach dem Westen oder
nach Russland ausrichten müssen ist deshalb falsch, da sich die Ukraine
schon rein Wirtschaftlich mit beiden Blöcken verbündet hat. Als
Beispiel, die Flugzeug und Weltraumindustrie der Ukraine und Russland ist
verbunden und das hat historische Gründe. Auf der anderen Seite haben in
den letzten 15 Jahren tausendende Unternehmen aus der ganzen Welt
Niederlassungen und Joint Ventures aus allen Branchen in der Ukraine mit ukrainischen Firmen
und ukrainischen Persönlichkeiten gegründet. Die Frage darf / kann daher
nicht sein der Westen (und natürlich auch Europa) oder Russland sondern die Frage kann nur sein wie kann
eine unabhängige Ukraine mit allen Länderpartnern auf einer professionellen
Weise kooperieren.
Dabei ist aber auch Europa = EU aufgefordert der Ukraine die richtigen
Signale zu senden und nicht wie in der Vergangenheit die Ukraine permanent
mit pauschalen Vorwürfen zu konfrontieren, zu provozieren und zu
brüskieren. Die Ukraine hat ein großes Potential an Menschen in allen
Bereichen der Gesellschaft. Wirtschaft, Kultur, Sport etc. Alle Länder
(inklusive mein Heimatland Österreich) sind aufgefordert mit dem
flächenmäßig größten Land Europas (welches zur Gänze auf
europäischen Territorium liegt) offen, respektvoll und in einem
gegenseitigen würdevollen Miteinander zu kooperieren.
Gerhard Bartosch / Initiator www.ukraina.at
Weitere Links:
Ein Service von Queo Inc.: (e)
http://www.elections-ua.org/news21.html
Sie sind Ukrainer
und möchten (in Österreich) wählen ?
Infos zur Präsidentenwahlen
in der Ukraine
der ukrainischen Botschaft in Österreich
hier
(ua)
*)
Die Schweizer SP-Nationalrätin Ruth-Gaby Vermot (BE), war als Wahlbeobachterin des Europarats unterwegs
war sagte:
Beim Urnengang selbst habe sie keine Unregelmäßigkeiten festgestellt.
"Ich war in zwölf Wahllokalen und die Leute in den verschiedenen Regionen haben die Stimmen mit
großer Sorgfalt ausgezählt", erklärte Vermot. Deshalb könne die Wahl aus Sicht der Bevölkerung auch nicht annulliert werden.
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